Home

Trüffelreisen

Nachrichten

Trüffelpreis

Qualität

1. Oktober

Alba-Trüffel?

Trüffelhund?

Aufbewahrung

Trüffelsucher

Literatur

Kochbücher

Info + Preise

Kontakt

Besucher:
101827

Infos für Journalisten, Gastronomen und Feinzüngler.

Wie wird man Trüffelsucher?
Hier klickenGanz einfach : Du kaufst Dir einen möglichst teuren Trüffelhund mit Papieren. Irgend ein Schwager von einem Amico kennt sicher einen, der einen kennt, der weiß wer einen Trüffelhund verkauft.

Du besorgst Dir einen Wohnsitz in Italien und ein Buch über die Trüffel - gibt´s in Italienisch, lernst etwas Italienisch und das Buch auswendig, holst Dir die Broschüre mit den Prüfungsfragen - gibt`s in Italienisch und bei der Forstbehörde - und meldest Dich zur Prüfung an. Diese ist schriftlich und mündlich.

Dann bekommst Du nach einem halben, einem ganzen oder auch erst nach zwei Jahren die Nachricht ob, wann und wo die Prüfung stattfindet. Spreche bei der mündlichen Prüfung möglichst undeutlich, dann meinen die anderen Du wärst aus den Bergen und haben Mitleid mit Dir.

Wenn Du die Prüfung bestanden hast, zahlst Du 90 € und kannst den "tesserino", den Schein nach ca. vier Wochen bei der Forstbehörde abholen. Dazu benötigst Du allerdings von Deiner Gemeinde in Italien eine Bestätigung, aus der hervorgeht, daß der auf dem Bild in Deinem Paß auch Du bist. Und zwei Fotos- und eine Steuermarke von 10 €. Und die Quittung für die vorher erwähnten 90 €. Wenn Du dann noch die Öffnungszeiten der Forstbehörde herausbekommst, steht der Abholung nichts mehr im Weg.

Der Hund ist mittlerweise schon restlos verzogen aber er kann immerhin schon Schappi von Cesar in der geschlossenen Dose unterscheiden. Dann kaufst Du Dir noch eine Vanghetta, eine Art Lanze, die Du zum Grabenhelfen brauchst, holst die älteste Hose, den ältesten Pulli und die verbeulte Überlebensjacke aus dem Faschingsfundus, setzt eine alte Kappe und Dein coolstes Pokerface auf. Dann geht`s los in die Wälder, durch die Auen.


auf der Suche nach Bianchetti im Februar (weiße Frühjahrstrüffeln)


Der Hund - un maschio - verfolgt wie wild die erste Spur, schnüffelt, daß er sich fast verschluckt - und pinkelt. Das geht so weiter - one drop only - und nach zwei Stunden bist Du fix und fertig, denn der Hund läuft den Hang hinauf - Du hinterher - wieder herunter - Du hinterher. Er scharrt kein einziges Mal wie ein Trüffelhund eigentlich zu scharren hätte - nur hin und wieder symbolisch sein Häuferl weg. Nichts - nichts - nichts.

Also schnell ins Feinkostgeschäft im Städtchen und ein paar Trüffeln gekauft - und ein paar malerische Fundstellenbeschreibungen ausgedacht - für "Mitesser".